Montag, 19. Juni 2017

Meine "grosse" Dürkopp-Adler

Ich dachte mir, ich stell Euch einfach mal eine meiner Maschinen vor mit der ich im privaten Bereich für mich herumtüftle.

Meine Dürkopp:



Diese Schnellnähautomatik habe ich für knappe 1000,-€ erstanden und ist mein Heiligtum. Es ist eine Dürkopp Adler (Deutsche Marke). Sie wurde vor ca. 20 Jahren hergestellt, ist robust in der Verarbeitung (Gusseisen) und genauso in der Handhabung.

Mit normalem Geradstich (Länge 0-4), Verriegelungsautomatik, Fusserl anheben mitteles Fußpedal und automatischem Fadenabschneider ist die Dürkopp eine ausgewachsene Fabriksnähmaschine die wie gesagt, eher in großen Schneidereien (Industrie, Werkstätten) zu finden ist. Die Nähgeschwindigkeit und die Leistung (was dickere Stoffe angeht) sind klare Vorteile gegenüber einer normalen Haushaltsmaschine. Viele Näharbeiten werden anhand des Pedals, mit dem man auch das Nähfusserl freihändig heben und senken kann enorm erleichtert. (zB.: das Einhalten einer Stoffstrecke) Man hat also fast IMMER beide Hände frei um das Werkstück zu bearbeiten.

Der Punkt ist: Ich habe an so einer Maschine gelernt und wenn man die mal gewohnt ist, setzt man sich nur noch selten freiwillig an eine Haushaltsnähmaschine.
Meine Haushaltsmaschinen (die stelle ich Euch demnächst vor) verwende ich nur wenn ich Spezialstiche oder Knopflöcher nähen muss. Für alles andere hab ich meine Dürkopp. ^-^ Also kurz gesagt: Ich geb sie nicht mehr her.

Die Dürkopp, steht hier auf dem Foto noch in meinem "noch nicht fertigen" Nähzimmer. Der Vorhang im Hintergrund hat schon fast Altertumswert, 80er Jahre, und hängt heute nicht mehr dort. ^-^ Das Foto stammt eigentlich aus dem Jahre 2009 von daher ist mein Nähzimmer längst fertig. Allerdings könnte ich Euch mit einem aktuellen Foto die Maschine gar nicht so gut zeigen da sie etwas verbaut und verstellt ist. Wenn ich dann eines Tages mein Nähzimmer aufgeräumt habe (und das wird es denke ich ohnehin nie sein, denn wo man Hobelt fallen Spähne...) dann folgen auch davon Fotos. ^-^ Bis dahin stelle ich Euch eben meine Maschinen nacheinander vor.

Montag, 6. Februar 2017

Schnittmusterhefte sinnvoll Archiviert!

Für den Anfang, zeige ich Euch EIN Foto und ihr wisst sofort worum es geht. Zumindest jene unter Euch, bei denen sich auch die Schnittmusterhefte türmen:

Schnittmusterhefte ohne Ende. 😱
Das nackte Grauen packt mich wenn ich daran denke dass ich einen bestimmen Schnitt brauche und ihn aus all den Heften erst suchen muss. 
Daher kam mir neulich eine großartige Idee wie man das Ganze sinnvoll archivieren kann.
Ganz nach dem Motto: "Besseres suchen, Schnellers finden!"
Wie ich das also gemacht habe erfahrt ihr hier in meinem Artikel.

Als Erstes: Alle Hefte sortieren! Nach Verlag, Jahrzahl... so wie Ihr Euch eben später damit am besten zurrecht findet!

Das braucht Ihr:
-Ringordner
-Klarsichtsfolien
-Registerkarten
-Klebeetiketten
-Stifte
-Drucker und Papier
-Zeit! (je nachdem wie viele Hefte man hat. ^-^ Ich hab mit dieser Aktion ein ganzes Wochenende verbracht.)
 
Ich erklär Euch mal das Grundprinzip dieser Archivierung. Nehmen wir dazu ein Schnittmusterheft zur Hand
 
Die aktuelle Ausgabe der "burda style". Ich schätze das ist wohl eines der Bekanntesten Magazine und jedem mal in die Finger gekommen.

Hierbei handelt es sich also um ein "typisches" Schnittmusterheft. Mit farbigem Magazinteil und Extra Schnittteil in Form eines "Heftes" im hinteren Teil. Dies kann je nach Magazin natürlich varieren. Viele haben diesen Teil auch in der Mitte.

Geschickt an solchen Schnittmusterheften ist immer die Seite, oder wie im burda style die Doppelseite, mit den "Technischen Modellzeichnungen" zu den jeweiligen enthaltenen Schnitten.

Diese Seiten sind genau das was wir brauchen!
 
Diese Seiten kopieren wir einfach mal so frech. ^-^
Achtet dabei darauf, dass die Seiten eines Magazins stets zusammen bleiben. Am Besten gebt ihr sie gleich direkt nach dem Kopieren in eine Klarsichtsfolie und hängt sie in die Mappe.
Das wäre mal das System mit Schnittmusterheften.


Nun gibt es auch Einzelschnitte die man separat kaufen kann.

Jeder Schnitt befindet sich in einem eigenen Kuvert oder Plastiktütchen.
 
Auch diesen Schnitt hab ich kopiert. Dafür habe ich das bunte Deckblatt und die Seite mit der Technischen Zeichnung nebeneinander gelegt und kopiert.

Somit hat man den gekauften Einzelschnitt übersichtlich auf einer Seite und er springt einem in der Mappe förmlich entgegen.

Und da wären wir dann auch schon bei der Mappe.
Überlegt Euch bereits im Vorhinein wie ihr die Technischen Zeichnungen sortieren wollt.
Ich habe es nach Verlag/Magazin getan. Die Sparten (wie Accessoirs, Fasching oder Tracht) von denen ich weiß dass ich sie öfter brauche, habe ich zusätzliche Kopien gemacht.

Ihr nehmt also Eure Ringmappe her und hängt die Kopien der Reihe nach ein. Ich habe die Älteste Ausgabe ganz hinten eingeordnet, ich habe also mit der begonnen.

Im Normalfall steht irgendwo auf den Seiten die Jahrzahl oder etwas anderes mit dem Ihr das Heft erkennt. Ich habe mir zusätzlich Klebeetiketten angebracht damit mir die Jahrzahl sofort in einer auffälligen Farbe entgegen leuchtet und ich nicht lange danach suchen muss.

Beim einsortieren achtet auch darauf, dass ihr die Doppelseiten einer Ausgabe "gegenüber" einlegt. So wie sie eben im Heft gedruckt sind. Somit erspart ihr Euch ein Etikett und habt quasi alles "Heftweise" auf einer Seite.

Bei Einzelseiten verhält sich das Selbstverständlich anders.

Im Grunde ist es vollkommen egal wie ihr das alles einsortiert oder anordnet. 
Hauptsache ist: "Das Ihr Euch darin zurrecht findet!"

Und nehmt Euch dafür Zeit. Überdenkt das Ganze vorher bevor ihr beginnt damit ihr im Nachhinein nicht auf eine noch viel bessere Idee kommt und von vorne anfangen müsst.
Es ist (bei so vielen Heften) unglaublich viel Arbeit aber es lohnt sich! Das mühsame suchen von Heft zu Heft hat mit diesem System ein Ende.

Am Ende dieser harten Arbeit habt ihr:

So etwas wie einen Katalog mit ALL Euren Schmittmustern von ALL Euren Schmittmusterheften und das in EINEM Ordner!
Ich finde das ist einfach die Perfekte Lösung wenn einem die Heftstapel über den Kopf wachsen und einem das Suchen jedesmal bereits im Vorfeld die Lust und Laune am Schneidern verdirbt. Wie gesagt, all die Mühe lohnt sich. ^-^

Besonders Sinnvoll ist es auch gleich am Anfang sämtliche Maßtabellen aller Hefte einzufügen. Dann braucht man die nicht wieder extern in den Heften suchen.
Man hat alles Wichtige in einer Mappe sozusagen. ^-^

Ich hab mich hier dann mit der Beschriftung der Registerkarten noch etwas kreativ ausgetobt damit es etwas bunter wird. ^-^ 
Wie ihr sehen könnt habe ich die Accessoires, Fasching und Tracht extra angelengt. 
Wer die burda style Schnittmusterhefte kennt, weiß das hin und wieder Accessoires enthalten sind. Oder im Jänner immer ein Faschingsteil, sowie im September meißtens Trachten enthalten sind. Ich habe die Teile also "zweimal" kopiert, oder jedenfalls so oft, wie es nötig war um in jedem Register die Seite mit der Jahrzahl zu haben.

Die Hefte selbst, habe ich dann in die Boxen zurück sortiert in der sie auch zuvor waren. Jetzt allerdings schön der Jahrzahl aufsteigend sortiert um das gesuchte Heft auch schon zu finden. 

Nun denn.
Ich hoffe ich konnte den ein oder anderen unter Euch ein wenig zu so einem Archiev motivieren oder wenigstens inspirieren.
Frohes sortieren, erfreutes suchen und erfolgreiches finden! ^-^

Sonntag, 13. November 2016

Nikolaussackerl

Kennt ihr das? Jedes Jahr bekommt Euer Kind oder ihr selbst ein Nikolaussackerl aus Papier das dann irgendwann entweder irgendwo verschwindet oder weggeworfen wird. Mit einem selbstgenähten wiederverwendbaren Nikolaussackerl wird Euch das nicht passieren. ^-^
Und es ist je nach Motiv und Aufwand den man sich machen will, auch noch schnell gemacht.


Material:
roter Filz (4 mm stark damit das Sackerl was aushält) Die Menge an Filz entspricht dem wie groß ihr das Sackerl machen wollte. Das müsst Ihr Euch also quasi selbst ausmessen. ^-^
Filz in schwarz, gelb, braun, rot, weiß (0,9 mm stark)
Textil-Marker
Schere
Stift zum anzeichnen
Nähmaschine
Ösen zum Einschlagen (Ich habe hierbei Ösen das erste Mal getestet, Ihr könnt auch einen Tunnelzug machen, was einfacher ist und wo Ihr kein zusätzliches Werkzeug benötigt.)
Kordel

Als Erstes schneidet ihr Euch die Teile zu. Den Schnitt/Maße für den Beutel selbst, habe ich von diesem Taschensystem abgeleitet: *klick*

Auf der rechten Seite seht ihr eingeschnittene Quadrate (und der Stoff an dieser Kante liegt im Bug). Das ist der Boden des Beutels.
Nikolaus und Krampus werden ebenso aus Filz zugeschnitten. Alle Teile die ihr dafür braucht und die nach Motiv anfallen. Im Internet gibt es unzählige Vorlagen, ich habe mich hier allerdings selbst kreativ gezeigt und meine Vorlagen selbst erstellt.

Die Ösen kann man bereits jetzt schon einschlagen. Vor oder nach dem aufnähen der Motive aber unbedingt bevor ihr den Beutel zusammen näht. Man kommt viel besser ran wenn der Stoff/Filz noch flach liegt.

Anschließend geht es bereits ans Nähen. Mit farblich passender Nähseide werden zuerst die Motive "zusammen" genäht:


Ist dieser Schritt erfolgt, werden die "fast" fertigen Figuren auf den Beutel (4 mm Filz) genäht.

Hierbei ist man öfter mal gezwungen die Nähseide (zumindest und je nach Maschineneinstellung den Oberfaden!) zu wechseln.

Hier haben wir nun wieder dieses ausgeschnittene Quadrat. Unten seht ihr den Bug, der wird am Schluss dann am Boden des Beutels sein. Rechts neben dem Nähfuß ist bereits die "Seitennaht" zusammen genäht. Auf dem nächsten Bild wird euch gezeigt wie es mit diesem Quadrat nun weiter geht.

Nämlich so. Die Seitennaht wird zum Bug gelegt woraufhin automatisch eine Art "Boden" entsteht wenn die dort entstandene Schnittkante zusammengenäht wird.

Fertig zusammengenäht sieht das Ganze nun so aus:
Wie ihr sehen könnt sind hier die Ösen schon vorhanden und wie oben erwähnt, kann man die gleich nach dem Zuschneiden einschlagen.
Bekommt das ganze einen Tunnelzug, wäre der erst jetzt anzubringen. Je nach Verarbeitung muss man beim Tunnelzug allerdings etwas mehr Stoff oder ein Tunnelband berechnen.


Nun kann man den Beutel auf Rechts drehen.
Sieht ja schon ganz gut aus... aber es fehlt noch was.

Kleinere Details werden mit Textil-Marker aufgemalt.

Details wie Augen, Nase... Mund usw...
Man könnte sie zwar auch aus Filz aufnähen aber mir erschien dieser Weg praktischer.

So sehen unsere beiden Motive also im fertigen Zustand aus:
Nikolaus

und Krampus.

Und nochmal ein kleiner Einblick von oben.
Ja... es ist ein etwas größerer Sack geworden damit alles auf einmal reinpasst.

Zu guter letzte noch die Kordel einfädeln und fertig ist das Nikolaussackerl!

Natürlich kann die Motivwahl immer varieren. Man kann auch nur Nikolaus oder nur den Krampus raufnähen... oder keines von beidem und dafür ein anderes Weihnachtsmotiv auswählen. Das bleibt jedem selbst überlassen.
Beim Nikolaus bleibt nur zu bedenken dass man ihn nicht mit dem Weihnachtsmann verwechselt. ^-^*  Sie sind zwar beide rot angezogen aber es gibt einige Unterschiede die man beachten MUSS wenn man wirklich einen Nikolaus zaubern möchte. ^-^

Frohes schaffen! ^-^

Donnerstag, 28. Juli 2016

Just Married!

Richtig gelesen! ^-^


Ich habe geheiratet! ^-^

Und sobald ich Zeit und innere Ruhe finde zeige ich Euch hier all meine Bastelarbeiten die ich für meine Hochzeit angefertig habe. ^-^
Bleibt also bitte weiterhin drann und vielen Dank für Eure Treue!

Eure verheiratete Rave

Sonntag, 3. April 2016

Pop-up Osterkarten (2016)

Dieses Jahr hat mich diese Idee gepackt und nicht mehr losgelassen obwohl ich schon unter Zeitdruck stand.

Karten im Pop-up Stil.

Verwendetes Material:
-fertige Karten
-Fotokartonpapier in frühlingshaften Designs
-Naturpapier in braun und hellgrün
-Motivlocher
-3D Motivlocher
-Streuteile (Schmetterlinge, Papierblumen)
-selbstklebende Borten
-Buntstifte
-Filzstifte
-Bleistift
-Geo-Dreieck 
-Cutter
-Schere
-Zick-Zack-Schere
-Klebstoff

Als erstes müsst ihr euch ein Motiv überlegen. Für die Eier habe ich eine Ausstechform verwendet und für die Häschen hielt einmal ein Keksausstecher her und eine der Vorlagen vom vorigen Jahr. Ihr übertragt die Motive auf das benötigte Papier und verziert es nach belieben. Die Häschen habe ich mit Buntstiften ein wenig bemalt. Ihnen also Augen, Nase und Blume verpasst.
Kommen wir zum Innenleben, dem Pop-up!
Dafür nehmt ihr ein weißes (oder eine Farbe eurer Wahl) Papier für die innere Schicht her. Ich habe Papier eines Zeichenblocks verwendet.
Als erstes markiert ihr euch die Mitte des Blattes mit einem Strich im rechten Winkel. Das wird der Bug, der dann in den Falz der fertigen Karte kommt.
Das kommende Foto wird euch zeigen wie ihr nun eure Motive anordnet damit ein Pop-up funktioniert:

Ihr müsst also den "Boden" eures Motives 1,5 cm (dieses Maß habe ich verwendet, ihr könnte auch ein anderes nehmen) nach unten verlegen. Die "Verbindung" oben, damit das Motiv in der Karte bleibt, müsst ihr genauso lang einzeichnen. 
Bedenkt an dieser Stelle das ihr das ganze auf der innenseite anzeichnet. Die Bleistiftstriche soll man am fertigen Stück nicht sehen, so wird diese Seite dann auf die Innenseite der Karte geklebt. Wenn euer Motiv also eine Richtung haben soll, bedenkt das ihr sie Spiegelverkehrt zeichnet.

Das wäre nun also kurz das Pop-up erklärt. Im internet findet ihr zig Tutorials dazu.

Somit haben wir also alle Innenteile beisammen!

 Als erstes habe ich nun den Hasen und das Ei aufgeklebt. Ihr könnte die Teile natürlich auch bemalen. Ich habe mich für diese Variante entschieden.

Zum Schluss die Wiese davor und den Text.

 Als Zugabe habe ich diese Blume in die Karte gestanzt. Der 3D Motiv-Locher kam mir auf Die moderne Hausfrau.at durch Zufall über den Weg und ich MUSSTE ihn einfach haben!

Den richtigen Effekt erzielt man damit natürlich wenn man die Blütenblätter etwas aufbiegt.

Nach diesem Vorgang, kann man das Innenleben einkleben. Dabei muss man darauf achten das kein Kleber an die Stellen kommt, an die kein Papier gelangt. Die Stellen beim 3D Locher oder der Hohlraum der Pop-up Motive zum Beispiel.

Zum Ende wird die Karten auf der Vorderseite noch mit Streuteilen, ausgestanzten Teilen und Borten verziert.
Und fertig waren sie!

 Jede ist anders geworden und ich hoffe sie gefallen ihren neuen Besitzern. ^-^

 Das Innenleben ist farblich auf die Außenkarte abgestimmt. Der freie Platz unter der Wiese dient für den Ostergruß.

Ich habe vier unterschiedliche Motive für den Innenbereich gewählt.

Es hat wirklich wieder mal viel Spaß gemacht und wenn ich ehrlich bin, hätte ich schon eine Idee für die Osterkarten 2017. ^-^ Aber da hab ich ja noch etwas Zeit und vor allem: Vorher noch viel viel anderes zu basteln aber das zeig ich euch auch demnächst.

Bis bald!
Eure Rave